Kaninchen Kastrieren?

Kastration von Kaninchen
Verantwortungsvolle Kaninchenhalter lassen ihre Rammler kastrieren, um ungewünschten Nachwuchs zu vermeiden. Hier ist die Frühkastration im Alter von 10 - 12 Wochen bei Zwergkaninchen und bis zur 16. Woche bei großen Rassen zu empfehlen. Nach einer Frühkastration ist keine Kastrationsquarantäne notwendig. Auch ältere Männchen können noch kastriert werden, allerdings muss hier der Rammler im Anschluss sechs Wochen von der Häsin getrennt gehalten werden, da er in diesem Zeitraum noch zeugungsfähig sein kann.

Vor der Kastration sollten Sie Ihr Tier nicht fasten lassen, jedoch am Operationstag kein Frischfutter reichen, da dies zu Problemen (Fehlgärung im Darm) führen kann. Halten Sie das Kaninchen nach der Kastration beim Transport und zu Hause warm (z. B. durch eine fest in ein Handtuch eingewickelte Wärmflasche oder Tierwärmflasche). Das Gehege sollten Sie in den ersten Tagen nach der OP nicht einstreuen (maximal die Kloecken), sondern mit Zeitungen, Küchenpapier, Handtüchern oder ähnlichen Materialien auslegen. Beobachten Sie Ihr Kaninchen in den nächsten Tagen gut und suchen Sie umgehend den Tierarzt auf, wenn Sie irgendwelche Krankheitsanzeichen, wie etwa Futterverweigerung, Eiter, Verdickungen, Blutausfluss etc. bemerken. Weitere Anweisungen erhalten Sie in der Regel vom Tierarzt.

Eine Kastration bei weiblichen Tieren ist recht riskant und sollte nur aus gesundheitlichen Gründen (z. B. übermäßig häufige Scheinschwangerschaften, Gebärmuttervereiterung, Tumor etc.) durchgeführt werden.  Wenden Sie sich dazu an einen mit dieser Operation vertrauten Tierarzt oder lassen Sie die OP in einer Tierklinik durchführen. Es ist nicht richtig, dass 80 % aller weiblichen Kaninchen im Alter von zwei Jahren an Tumoren erkranken und deshalb in jedem Fall vorsorglich kastriert werden müssen.